Über uns
Fachbereiche
Damit die Feuerwehren in Aarbergen jederzeit einsatzbereit sind, braucht es neben den Übungsdiensten auch viele organisatorische und technische Arbeiten im Hintergrund.
So müssen Fahrzeuge, Geräte und Ausrüstung regelmäßig geprüft, gewartet und instand gehalten werden. Dazu kommen klassische Verwaltungsaufgaben wie Haushaltslanung, Beschaffungen, Ausschreibungen, Gebührenbescheide, sowie Aufgaben im vorbeugenden Brandschutz und der Brandschutzerziehung.
Viele administrative Aufgaben werden von der Gemeindeverwaltung übernommen. Da Aarbergen nicht über hauptamtliche Gerätewarte verfügt, kümmern sich die ehrenamtlichen Einsatzkräfte selbst um die übrigen Arbeiten. Dafür sind sie in verschiedenen Fachbereichen organisiert und auf die jeweiligen Aufgaben spezialisiert.
Fachbereiche
Unsere Spezialisten
Atemschutz Wartung, Prüfung und Befüllung — rund 50 Geräte und 80 Masken.
Das Thema Atemschutz hat innerhalb der Feuerwehr einen besonders hohen Stellenwert, da Atemschutzgeräte bei Brandeinsätzen den entscheidenden Beitrag zur Sicherheit unserer Einsatzkräfte leisten. Umso wichtiger ist es, dass Atemschutzgeräte und Atemschutzmasken jederzeit zuverlässig und uneingeschränkt funktionieren. Entsprechend sorgfältig und aufwändig müssen Wartung, Prüfung und Pflege durchgeführt werden.
Zu den wiederkehrenden Aufgaben des Fachbereichs gehören die Reinigung und Desinfektion der Geräte nach deren Nutzung, die regelmäßige Prüfung nach den Vorgaben der Hersteller sowie das Füllen der Atemluftflaschen. Für diese Arbeiten steht am Standort Hausen/Rückershausen eine eigene Atemschutzwerkstatt zur Verfügung, die auf dem aktuellen Stand der Technik ausgestattet ist. Da Atemschutzgeräte und -masken an allen Standorten vorgehalten werden und jederzeit einsatzbereit zur Verfügung stehen müssen, ist mit deren Rotation ein erheblicher logistischer Aufwand verbunden. Der Fachbereich betreut derzeit 50 Atemschutzgeräte einschließlich Atemluftflaschen sowie rund 80 Atemschutzmasken.
Die Mitglieder des Fachbereichs Atemschutz nehmen regelmäßig an Herstellerschulungen und Lehrgängen der Hessischen Landesfeuerwehrschule teil, um ihre Aufgaben stets nach aktuellen Vorgaben und auf Grundlage neuer praktischer Erkenntnisse wahrnehmen zu können. Neben der Wartung und Pflege der Geräte unterstützt der Fachbereich auch bei der Beschaffung von Geräten sowie bei der Ausbildung und der jährlichen Belastungsübung der Atemschutzgeräteträger aller Standorte.
Persönliche Schutzausrüstung Kleiderkammer, Ausstattung und Reinigung der Schutzkleidung.
Im Feuerwehrgerätehaus Michelbach befindet sich die Kleiderkammer der Feuerwehr Aarbergen. Dort wird ein ausreichender Bestand an Schutzkleidung, Helmen, Stiefeln und weiterer persönlicher Ausrüstung für die Einsatzabteilung sowie die Jugendfeuerwehr vorgehalten. So können neue Mitglieder schnell ausgestattet werden und beschädigte Kleidung zeitnah ersetzt werden. Vorrätig sind in erster Linie die gängigen Größen, darüber hinaus benötigte Ausstattungsgegenstände können kurzfristig nachbestellt werden. Das Team der Kleiderkammer kümmert sich auch um die Inventarisierung und Zuordnung sämtlicher Bestandteile der Schutzkleidung. Im Regelfall einmal im Monat ist die Kleiderkammer zu Abholung und zur Rückgabe für die Ortsteil-Feuerwehren geöffnet.
Vor allem die High-Tech Schutzkleidung der Atemschutzgeräteträger muss regelmäßig geprüft und gewaschen werden, damit sie im Einsatzfall ihren vollen Schutz bieten kann. Hierfür stehen im Feuerwehrgerätehaus Hausen/Rückershausen geeignete Industriemaschinen zum Waschen nach Herstellervorgaben zur Verfügung. Nach einem festen Waschplan wird die Schutzkleidung aller Einsatzkräfte spätestens einmal jährlich dort gereinigt. Verschmutzte Einsatzkleidung nach Einsätzen wird zeitnah gewaschen, damit die Einsatzkräfte so schnell wie möglich wieder einsatzbereit sind.
Funk und IT Funk, Pager, Einsatz-Tablets, IT-Services und der ELW.
Auch bei der Freiwilligen Feuerwehr sind IT-Systeme und Vernetzung heute unverzichtbar – sowohl im Einsatzdienst als auch in Verwaltung und Ausbildung. Zum Beispiel stehen auf den Einsatzfahrzeugen inzwischen Einsatz-Tablets zur Verfügung, über die Führungskräfte auf wichtige Einsatzinformationen und Wissensdatenbanken zugreifen können. Der Fachbereich betreut grundsätzlich die bei der Feuerwehr Aarbergen eingesetzte Hardware, Software und Apps und stellt IT-Services für den Feuerwehrdienst bereit.
Darüber hinaus ist der Fachbereich für die Verwaltung und Konfiguration von rund 70 Funkgeräten und 160 Pagern zuständig. Diese müssen regelmäßig aktualisiert, gewartet und bei Bedarf instandgesetzt werden. Auch die Beschaffung von Ersatzteilen gehört hier dazu.
Zum Aufgabenbereich gehört außerdem der Betrieb des Einsatzleitwagens (ELW), der bei größeren Einsätzen auf Gemeindeebene als mobile Kommandozentrale dient. Er ist mit umfangreicher Funk-, IT- und Kommunikationstechnik sowie spezieller Software ausgestattet. Eine eigene ELW-Gruppe beschäftigt sich regelmäßig mit Technik und Abläufen, damit der ELW im Einsatzfall schnell und effektiv zur Führungsunterstützung eingesetzt werden kann.
Medien und Kommunikation Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Social Media, Medienarchiv.
Das Aufgabengebiet des Fachbereichs umfasst in erster Linie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Aarbergen. Dazu gehören speziell ausgebildete Pressesprecher, die bei größeren Einsatzlagen als Ansprechpartner für Medienvertreter zur Verfügung stehen. Darüber hinaus betreuen die Mitglieder des Fachbereichs die offiziellen Social-Media-Kanäle und erstellen sowohl informative Beiträge über die Arbeit der Feuerwehr als auch aktuelle Meldungen zu Einsätzen und besonderen Ereignissen. Regelmäßig veröffentlicht die Feuerwehr zudem Beiträge im Lokalblatt Aarbergenerland. Die über verschiedene Kanäle – unter anderem auch über diese Webseite – bereitgestellten Informationen finden in der Bevölkerung große Beachtung.
In enger Zusammenarbeit mit befreundeten Medienschaffenden, der Gemeinde und den Ortsteilfeuerwehren gestaltet der Fachbereich außerdem Kampagnen zur Mitgliederwerbung mit und begleitet deren Umsetzung. Darüber hinaus betreut er das Medienarchiv der Feuerwehr Aarbergen mit tausenden Fotos und Videos aus dem Feuerwehralltag der vergangenen Jahre und Jahrzehnte.
Katastrophenschutz Vorsorge, Unwetterzentrale, KatS-Löschzug, Betreuungsplatz 50.
Katastrophenfälle und außergewöhnliche Großschadenslagen sind zum Glück selten. Dennoch müssen Gemeinden und Feuerwehren auf solche Ausnahmesituationen bestmöglich vorbereitet sein. Eine wichtige und gesetzlich vorgeschriebene Aufgabe der Feuerwehr Aarbergen ist daher die Katastrophenvorsorge sowie die Beratung der Gemeinde in allen Fragen des Katastrophenschutzes (KatS). Diese Aufgaben übernimmt der Fachbereich Katastrophenschutz. Er prüft die erforderlichen Vorgaben, entwickelt notwendige Konzepte und Einsatzpläne und begleitet deren Umsetzung gemeinsam mit der Gemeinde und der Leitung der Feuerwehr.
Zu seinen Aufgaben gehört auch die Vorhaltung und der Betrieb der sogenannten Unwetterzentrale (UWZ). Bei extrem hohen Einsatzzahlen infolge von Unwettern übernimmt sie zur Entlastung der Zentralen Leitstelle in Bad Schwalbach die Koordination der Einsatzstellen im Gemeindegebiet. Dafür muss die UWZ technisch entsprechend ausgestattet und jederzeit einsatzbereit sein. Ebenso ist geschultes Personal erforderlich, das mit den Abläufen vertraut ist und auch bei unübersichtlichen Lagen den Überblick behält.
Für Großschadensereignisse oder Katastrophenlagen im Landkreis oder darüber hinaus stellt die Gemeinde Aarbergen einen überörtlichen Löschzug beziehungsweise einen KatS-Löschzug zur Verfügung. Dieser kann bei Bedarf angefordert werden und umfasst eine hessenweit festgelegte Anzahl an Fahrzeugen, Geräten und Einsatzkräften. Zur Erfüllung der Aufgaben im Katastrophenschutz wurde durch das Land Hessen ein Gerätewagen Logistik KatS (GW-L KatS) in der Gemeinde Aarbergen (Standort Hausen / Rückershausen) stationiert.
Kommt es in Aarbergen zu einem größeren Ausfall wichtiger Infrastruktur, etwa bei Strom, Heizung, Wasser oder der Lebensmittelversorgung, kann in der Palmbachhalle in Panrod ein sogenannter Betreuungsplatz 50 zur Betreuung der Bevölkerung eingerichtet werden. Die Halle kann autark betrieben und mit Feldbetten ausgestattet werden, außerdem stehen für eine Übergangszeit entsprechende Vorräte bereit. Reicht die Kapazität des Betreuungsplatzes 50 nicht aus, können weitere Katastrophenschutzeinheiten angefordert werden.
Instandhaltung Allgemeine Wartung und Instandhaltung der Fahrzeuge und Geräte.
An jedem Standort sind ein oder mehrere ehrenamtliche Gerätewarte tätig, die sich um die Wartung und Instandhaltung der Einsatzfahrzeuge und Geräte kümmern. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehört die Planung und Wahrnehmung von Inspektions-, TÜV- und Werkstattterminen für die Einsatzfahrzeuge, der Austausch von Verbrauchsmaterialien sowie die allgemeine Pflege. Viele Gerätewarte verfügen daher über einen handwerklichen oder technischen Hintergrund, etwa im Kfz- oder Landmaschinenbereich.
Zu ihrem Aufgabenbereich gehört außerdem die Einhaltung und Durchführung von vorgeschriebenen Prüf- und Wartungsintervalle eingesetzter Geräte nach Herstellervorgaben. Einige Standorte übernehmen dabei auch zentrale Aufgaben für die gesamte Gemeinde, zum Beispiel die Prüfung aller im Feuerwehrdienst genutzten tragbaren Leitern.
Gemeinsam mit den anderen Fachbereichen leisten die Gerätewarte damit einen entscheidenden Beitrag zur ständigen Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Aarbergen. Angesichts der Vielzahl an Aufgaben ist dies jedoch nur durch die engagierte Unterstützung und vorausschauende Mitarbeit aller Einsatzkräfte möglich, da es in Aarbergen – anders als in größeren Kommunen – keine hauptamtlichen Gerätewarte gibt.